Motorsägenausbildung
“Baum auf Straße“ für Feuerwehren keine ungewöhnliche Einsatzmeldung
Weiterbildung
sichert Einsätze auch unter schwierigen Bedingungen
Dass die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren längst nicht „nur“ Feuer löschen, ist mittlerweile bekannt. Schwerpunkt der Arbeit bilden verstärkt „technische Hilfeleistungen“ auf den Autobahnen, um die Bergung von in ihren Autos verunglückten Menschen zu ermöglichen. Doch nach wie vor machen auch Brandeinsätze unter schwierigen Bedingungen einen Teil der Arbeit der Ehrenamtlichen aus. Um möglichst Unfälle zu vermeiden, sind regelmäßige Fortbildungen an verschiedenen Geräten erforderlich. Im Januar stand bei der Feuerwehr Isernhagen die Motorsäge im Mittelpunkt.
Richtiges
Entasten ermöglicht an einer möglichen Unfallstellen den Zugang zum
Unfallort. Fotos: privat (FFw)
Zur Vermeidung von Unfällen bei der Arbeit mit gefährlichen Geräten wie bei Einsätzen der Feuerwehr bei Unwetterlagen und auch bei Brandeinsätzen fordert die Feuerwehr-Unfallkasse kontinuierliche Aus- und Fortbildung auch von den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten. Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit der Motorsäge standen diesmal auf dem Lehrprogramm, erläutert Ausbildungsleiter Horst Holderith.
Sechs
Mitglieder der Gemeindefeuerwehr Isernhagen wurden dementsprechend
Anfang des neuen Jahrzehnts zum „Motorsägenführer“ ausgebildet. Dabei
wurde nicht nur die Arbeit mit der Motorsäge gelehrt, auch das
„Ausbilden mit der Motorsäge“ war Bestandteil der zweiteiligen
Ausbildung. Erlangtes Wissen soll weitergegeben werden.
Verschiedene Schnitttechniken wurden nach der theoretische Unterweisung selbst ausprobiert.
In einem mehrstündigen Theorieunterricht erfuhren die Lehrgangsteilnehmer alles über den Aufbau und Funktion der Motorsäge, Betriebsstoffe, die persönliche Schutzausrüstung sowie Unfallverhütungsvorschriften. Tags darauf wurden in einem privaten Waldstück ausgiebig verschiedene Schnitttechniken an unter Spannung stehenden Hölzern geübt werden. Die gezielte Entlastung der Hölzer ist lebensrettende Bedingung für eine Räumung. Geübt wurde unter Aufsicht von insgesamt drei Ausbildern.
Nach drei „arbeitsreichen“ Tagen seien die Feuerwehrkameraden nun auch mit dem erforderlichen Rüstzeug für die nächsten Einsätze versehen, sind sich die Ausbilder Horst Holderith sowie Dirk Leifers und Jörg Schaper sicher.

Geschafft: die frisch gebackenen Motorsägenführer.